Ein Steak braten?
geschrieben von Harald Leiste im Februar 2012Kein Problem
Braten Sie einfach 1000 Steaks nacheinander
weg und dann können Sie es! Ganz sicher! Sollten
Sie diese Geduld nicht aufbringen, so habe
ich ein paar Tipps für Sie. Ein Rindersteak ist schon
ein besonderer Genuss. Filet, Rumpsteak oder Hüftsteak
bieten ein tolles Geschmackserlebnis, wenn man
die schlimmsten Fehler vermeidet. Da Rindfleisch zur
Zeit ziemlich teuer ist, wäre es doch sehr schade,
wenn das Ergebnis in die Hose geht.
Allerdings ist eins auch sicher: Meister fallen nicht
vom Himmel, Meister werden Sie durch Übung. Aber
keine Angst, ich mache Sie jetzt zum Gesellen, und ob
Sie Meister werden wollen, entscheiden Sie

Fleischeinkauf:
Der wichtigste Punkt, ganz klar. Rindfleisch ist von
Haus aus zäh und muss erst drei Wochen reifen
(abhängen), um zart zu werden. Wenn Sie bei Leiste
einkaufen, bekommen Sie immer top gereiftes Rindfleisch
– ich kann es einfach nicht lassen.
Sollten Sie doch einmal woanders einkaufen, achten
Sie auf folgende Punkte:
• Fleisch sollte trocken (beinahe stumpf) aussehen,denn dann ist es in der Pfanne saftig.
• Wenn Rindfleisch hellrot glänzt, Finger weg, denn
dann ist es zu frisch.
• Das Fleisch darf ruhig dunkle Stellen haben oder
insgesamt dunkel erscheinen, auch das spricht
für Reife.
Ist das Fleisch von weißen (Fett-) Adern durchzogen,
unbedingt kaufen, ein besonders zarter und saftiger
Genuss erwartet Sie.
Braten:
Fleisch nicht abwaschen, sondern nur mit
einem Tuch trocken tupfen. Das Fleisch zwei Stunden
vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen, denn
wenn der Temperaturunterschied zur Pfanne nicht so
groß ist, zieht es kein Wasser.
Eine beschichtete Pfanne nehmen (glauben Sie mir, die
sind besser). Sehr wenig Öl in die Pfanne geben – nicht
wegen der Kalorien, sondern weil es so besser bräunt –
und bei zwei Dritteln der Maximalleistung braten. Mit
dem Finger ständig die Festigkeit des Fleisches prüfen,
es wird allmählich fester. Wenn Sie meinen, es könnte
gut sein, schneiden Sie einfach ein Stück ab und testen
Sie. Sollte es für Sie perfekt sein, so merken Sie sich
die Festigkeit für das nächste Mal.
Auf den Teller damit, reichlich Salz und Pfeffer darauf,
ein Stück Kräuterbutter dazu und fertig ist die Laube!
Eine Backkartoffel mit Kräuterquark macht ein Festessen
daraus. Bon Appetit!
Möge Ihr Geist wach, Ihr Fleisch fest und Ihre Leber
geschmeidig bleiben.
P.S.: Wenn Sie wissen wollen, wie ein rosa RoastbRoastbeef
im Ofen gelingt, so lassen Sie es mich wissen.
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