5. Harzer Kultur Winter
geschrieben im Februar 2012Entdeckungsreise in den Harz

Historisches und Aktuelles, Spannendes und Entspannendes, Abenteuer und Ruhe: Der Harzer KulturWinter bietet für jeden und für jede Stimmung das entsprechende Angebot. Von Goslar bis Quedlinburg und von Vienenburg bis Sangerhausen finden bis zum 12. Februar an 21 Orten insgesamt 40 Veranstaltungen mit mehr als 80 Terminen statt. Im KulturWinter können bei Wanderungen, womöglich im Schnee, in der Umgebung Quedlinburgs oder Bad Lauterbergs die Freuden der kalten Jahreszeit erlebt werden. Die Geschichte des Rodelsports wird im Heimatmuseum und im Museum des Internationalen Skiverbandes (FIS) in Braunlage präsentiert und bei Sonderführungen erläutert.
Draussen und Drinnen
Zum Familien- und Winterfest lädt das Schaubergwerk
Röhrigschacht in Sangerhausen/
Wettelrode ein. Ebenfalls ein Winterfest wird am
größten eisernen Doppelkreuz der Welt, dem Josephskreuz
in Stolberg, gefeiert. Zu einer abendlichen
Führung mit einem Gläschen Sekt lädt das
Stolberger Schloss ein.
Kuscheliger wird es beim Rauchsalonabend im Wernigeröder Schloss. Nach
einer kurzen Führung geht es dann am flackernden Kamin bei einem Glas
Rotwein um Schloss-Geschichten und -Geschichte. Das Kloster Walkenried
kann bei einer Führung im Kerzenschein erkundet werden. Zur Stärkung
wird ein Kniester-Essen mit Wurst, Fisch und Käse serviert.
Auch in Halberstadt werden kulinarische Genüsse geboten. Im Schraube-
Museum wird gekocht wie zu Uromas Zeiten mit Rezepten aus der Zeit um
1900. Süße Versuchungen locken nach Quedlinburg zu einem Schokoladen-
Seminar. Die edlen Liköre der Klosterbrennerei werden nach einer Führung
im Kloster Wöltingerode verköstigt.
Neue Technik und altes Handwerk
Nicht nur für Technik-Interessierte ermöglicht eine Sonderführung durch die Talsperre Wendefurth die Besichtigung des Inneren der über 40 Meter hohen Staumauer. Im ersten und einzigen deutschen Feilenhauermuseum in Quedlinburg wird ein ausgestorbenes Handwerk wieder lebendig. Ebenfalls in Quedlinburg ansässig sind die Glaswerkstätten Schneemelcher, die zum Harzer KulturWinter ihre Tore öffnen. In den Werkstätten entstanden unter anderem die Verglasungen für den Halberstädter Dom und das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig.
Abwechslungsreiches Programm
Die historische Altstadt Goslars bildet die Kulisse für den Auftritt von
Mönch Wilfried, der mit Geschichten um Hexenverfolgung, Beißkatzen und
andere Zeugnisse mittelalterlicher Rechtsprechung Gruselstimmung verbreitet.
Ganz anders der Herr von Goethe, dessen Geist im Rammelsberger
Roederstollen an die Besuche des Dichters im 18. Jahrhundert erinnert.
Bei der Sonderführung mit Schauspiel erleben die Teilnehmer auch eine
Inszenierung des Feuersetzens. Die Geschichte des historischen Burgbergs
ist Thema einer Wanderung über den Hausberg Bad Harzburgs. Eine Schnitzeljagd
durch Wernigerode oder eine Märchenlesung im Schloss spricht
speziell kleine Besucher und Familien an. In der alten Elementarschule in
Gernrode können heutige Schüler sogar am historischen Unterricht nach
alten Grundsätzen teilnehmen. Auch der politisch-historische Aspekt der
deutschen Teilung und der Grenze zwischen Ost- und Westharz hat einen
Platz im Harzer KulturWinter, vermittelt im Grenzmuseum Hohegeiß.
Ebenso wird unter dem Motto „Inspiration für Genies“ eine Vielfalt von
Bühnenveranstaltungen von der Volksmusik über die Klassik bis zum Kabarett
angeboten.
Alle Infos und Termine zu den Veranstaltungen des Harzer KulturWinters
unter: www.kultur-harz.de, außerdem informiert ein Flyer, der in den jeweiligen
Tourist-Infos erhältlich ist. (uju)
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